Depression – Sportliche Aktivität hilft bei Depressionen

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Depression ist heute ein Schlagwort dafür geworden, wenn es einem selbst von der Stimmung her schlecht geht. Doch Depressionen sind ein klares, eindeutiges Krankheitsbild. Verminderter Antrieb, Schlafstörung, Appetittmangel, vermindert Konzentrationsfähigkeit sowie starke Grübelneigung und schuldgefühle bis hin zum Suizidgedanken.

Depressionen sind heutzutage sehr gut Medikamentös behandelbar. Vor allem im Bereich der medikamentösen Behandlung sind grossen Fortschritte gemacht worden. So sind viele Medikamente auf dem Markt womit gezielt das Symptom behandelt wird, was in der Krankheit das Haupsymptom ausmacht. Vor allem die Nebenwirkungen sind sehr stark reduziert, so das kaum einer heutzutage noch unter dem “trockenen Mund” leiden muss.  Doch was das eine das Medikament ist, ist auf der anderen Seite auch die Einstellung des Betroffenen und das daran mitarbeiten. Das in der Behandlung von psychischen Erkrankungen, auch der Depression die Physiotherapie einen grossen Anteil hat ist mittlerweile allgemein bekannt. Doch nun gehen die Ärzte noch einen Schritt weiter. Depressionen? Sport kann helfen? Das Sport im allgemeinen gut ist um Stress abzubauen ist nichts neues.

Doch Stress entsteht auch im oder durch das kranksein. So genannter Distress. Distress ist der Stress der dem Körper nicht gut tut, Eustress ist der Stress der belebt, der Neurotransmitter ausstösst, Nervenzellen neu vernetzt. Wir kennen das alle wenn wir mit Spass neues Lernen und den “Aha-Effekt” haben.  Dieser Eustress wird bei an Depression erkrankten Menschen mitbenutzt um den Heilungsprozess zu verbessern. Denn wer sich zum einen bei sportlicher Aktivität mehr bewegt, hat einen höheren Grundumsatz, somit auch einen erhöhten Stoffwechsel. Durch den erhöhten Stoffwechsel können die antidepressiven Medikamenten besser verstoffwechselt, verwertet werden, und kommen so schneller dort an, wo sie hin sollen.

Dazu ist ein wesentlicher Effekt gut mit einzubauen. Der Patient bekommt in der Depression das Gefühl, das er etwas zum Gesundwerden zutun kann, der Krankheit nicht mehr ausgeliefert ist, und den Medikamenten beim wirken helfen kann.  Die Medikamente die in der Regel einen Spiegel aufbauen müssen um wirksam zu werden benötigen im Normalfall bis zu 21 Tage. Mit Sport kann diese Zeit um gut sieben Tage verkürzt werden. Doch welchen Sport sollten depressive Patienten machen? Es reicht schon wenn gerade in der Anfangsphase täglich ein Spaziergang gemacht wird. Dieser wird alle zwei Tage um zehn Minuten erweitert. Konditionsteigerung und Pulsfrequenzsenkung gehen einher, der Patient fühlt sich langsam besser, schlafen wird wieder besser. Im Grunde ist es wie beim Nordic Walking. Patienten können nach erfolgreicher antidepressiver Therapie dieses Trainig alleine führen.

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